Welcher Monat ist der beste zum Heiraten? Diese Frage stellt sich wohl jedes Paar irgendwann während der Hochzeitsplanung, und ganz ehrlich: Die eine Antwort für alle gibt es nicht, eine klare Empfehlung je nach Wunsch aber schon. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme, und das Wetter zur Hochzeit spielt dabei natürlich eine große Rolle, ob ihr euch für einen sonnigen Sommertermin, eine goldene Herbsthochzeit oder eine gemütliche Winterfeier entscheidet. In diesem Wetter-Guide nehmen wir euch einmal mit durch alle zwölf Monate und zeigen euch, womit ihr rechnen könnt, welche Vor- und Nachteile jeder Monat mitbringt und welche kleinen Deko-Ideen zur jeweiligen Jahreszeit passen.
Bevor wir in die einzelnen Monate einsteigen, noch ein Gedanke vorweg: Wir würden euch nie stur auf einen einzigen Monat festnageln. Viel wichtiger ist, dass der Termin zu euch als Paar passt, zu eurem Budget und zu den Menschen, die bei euch sein sollen. Wer das richtige Datum für die Hochzeit finden möchte, kommt aber kaum daran vorbei, sich zuerst für einen Monat zu entscheiden, und genau dabei wollen wir euch unterstützen. Die Wetterangaben in diesem Beitrag sind übrigens Durchschnittswerte und damit ein Richtwert. Garantieren kann euch den Tag am Ende niemand.
In diesem Beitrag findest du
Welcher Monat ist der beste zum Heiraten?
Wenn ihr eine klare Antwort wollt, dann so: Möchtet ihr möglichst viel Sonne und Wärme, sind Juni und Juli die besten Monate zum Heiraten, im Juli wird es mit 21,8 Grad am wärmsten. Wollt ihr dagegen ein gutes Verhältnis aus mildem Wetter, wenig Regen und einfacher Terminfindung, ist der September aus unserer Sicht die beste Wahl. Und wer sparen möchte oder beim Termin flexibel ist, findet von November bis März die meisten freien Termine und manchmal sogar kleine Rabatte.
Den einen besten Monat für alle können wir euch trotzdem nicht seriös nennen, denn das ist am Ende wirklich Geschmackssache. Juni, Juli und August gelten unter Brautpaaren zwar als Hochsaison und bringen die meisten sonnigen Stunden mit, dafür sind Location und Dienstleister in diesen Monaten aber auch am schnellsten ausgebucht. Wer es lieber ruhiger und günstiger mag, weicht auf die Nebensaison aus. Damit ihr eine fundierte Entscheidung treffen könnt, hier vorab die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
- Meiste Sonne: Juni und Juli mit jeweils 7,1 Stunden am Tag.
- Am wärmsten: Juli mit einem Temperaturmaximum von 21,8 Grad.
- Am nassesten: Juni mit 81,3 Millimetern Niederschlag.
- Wenig Regen im Sommerhalbjahr: September mit 59,8 Millimetern, ohne Schulferien.
- Am trockensten: Februar mit 44,6 Millimetern, dafür kalt.
- Beste Chancen auf Rabatte und freie Termine: November bis März.
Wie das Wetter zur Hochzeit in jedem einzelnen Monat typischerweise aussieht, schauen wir uns jetzt Schritt für Schritt an.
Hochzeit im Januar: Kerzenlicht statt Schneegarantie
Wer im Januar heiratet, hat ziemlich sicher freie Auswahl. Der Monat zählt zu den unbeliebtesten Hochzeitsmonaten, weshalb viele Dienstleister noch Termine frei haben und manchmal sogar einen kleinen Winter-Rabatt anbieten. Das Wetter ist dafür die Herausforderung, denn der Januar ist der kälteste Monat im Jahr, und ein waschechtes Wintermärchen mit Schnee ist gerade im Flachland eher die Ausnahme. Wenn es doch einmal schneit, wird daraus oft schon nach kurzer Zeit grauer, matschiger Schnee statt glitzernder Winterpracht. Im Schnitt liegt das Temperaturmaximum bei frischen 2,1 Grad, nachts wird es mit rund minus 2,8 Grad richtig kalt, und die Sonne zeigt sich mit durchschnittlich nur 1,6 Stunden am Tag selten. Unser Deko-Tipp: warme Kerzen, dicke Decken für die Gäste und für die Braut eine hübsche Stola oder ein Tuch in Ivory gegen die Kälte.

Hochzeit im Februar: kalt, aber trocken
Kalt, aber dafür trocken, so lässt sich das Wetter im Februar am besten zusammenfassen. Mit durchschnittlich nur 44,6 Millimetern Niederschlag und 9 Regentagen gehört der Monat zu den trockensten im ganzen Jahr. Das Temperaturmaximum steigt mit rund 3,5 Grad ein kleines Stück gegenüber dem Januar, nachts bleibt es mit etwa minus 2,4 Grad aber winterlich frisch. Auch die Sonne zeigt sich mit im Schnitt 2,7 Stunden am Tag nur zaghaft. Wer den Valentinstag liebt, findet im Februar einen wunderbar romantischen Anlass für die eigene Trauung. Bedenkt aber die Karnevalszeit: Zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag sind viele Locations bereits verplant, und gerade am Rosenmontag ziehen in vielen Städten Umzüge durch die Straßen. Als Deko passt ein winterlich elegantes Farbschema in Weinrot und Gold.

Hochzeit im März: der Frühling probt noch
Mit dem Frühlingsanfang wird es draußen spürbar heller, das Wetter bleibt im März aber ein echtes Glücksspiel. Das Temperaturmaximum steigt gegenüber dem Februar auf mehr als das Doppelte, nämlich auf rund 7,4 Grad, und nachts pendelt es sich bei etwa 0,2 Grad ein. Die Sonne zeigt sich im Schnitt schon 3,8 Stunden am Tag, dafür steigt allerdings auch die Regenmenge auf 52,1 Millimeter bei 10 Regentagen. Je nach Region sieht es noch winterlich aus, während anderswo schon die ersten Blüten zu sehen sind. Wie gehen wir damit um? Wir würden immer einen Plan B parat haben. Praktisch ist im März außerdem, dass viele Paare und Gäste noch Resturlaub vom Vorjahr abbauen müssen, wodurch sich auch eine Hochzeit unter der Woche gut umsetzen lässt. Die Nebensaison-Preise gelten meist noch.

Hochzeit im April: Aprilwetter und erste Blüten
Nicht ohne Grund spricht man vom klassischen Aprilwetter, denn dieser Monat kann alles bieten. Vormittags Regen, mittags strahlender Sonnenschein und am Nachmittag vielleicht sogar Hagel, das ist im April keine Seltenheit. Das Temperaturmaximum liegt immerhin schon bei zweistelligen 11,7 Grad, nachts wird es mit rund 3 Grad aber noch frisch. Die Sonnenstunden nehmen auf durchschnittlich 5,3 Stunden am Tag zu, die Regenmenge steigt auf 57,4 Millimeter bei 10 Regentagen. Der große Pluspunkt: In der Natur blüht bereits vieles in frischen Farben, was für euer Paarshooting einen wunderschönen Hintergrund abgibt. Bei einer kirchlichen Trauung solltet ihr an Karfreitag, Ostersonntag und die Fastenzeit denken, in der Kirchenschmuck und Musik traditionell etwas zurückhaltender ausfallen.

Hochzeit im Mai: Klassiker mit Feiertagsbonus
Der Mai gehört zu den beliebtesten Hochzeitsmonaten, und das kommt nicht von irgendwoher. Das wechselhafte Aprilwetter gehört langsam der Vergangenheit an, das Temperaturmaximum steigt auf angenehme 16,8 Grad, und nachts wird es mit rund 7,2 Grad kaum noch richtig kalt. Die Sonne lässt sich mit durchschnittlich 6,8 Stunden am Tag schon fast so oft blicken wie im Hochsommer. Der Preis dafür: Die Niederschlagsmenge steigt auf 69,2 Millimeter bei 11 Regentagen im Schnitt. Dazu kommen die vielen Feiertage im Mai, die den Monat besonders für Gäste mit weiterer Anreise praktisch machen, weil sich so leichter ein paar zusätzliche freie Tage einplanen lassen. Zur Deko passen im Mai frische Frühlingsblumen wie Pfingstrosen besonders gut.
Hochzeit im Juni: Hochsaison mit der meisten Regenmenge
Mit dem Juni beginnt für viele Brautpaare die eigentliche Hochsaison. Zusammen mit dem Juli gehört er zu den sonnenreichsten Monaten des Jahres, mit rund 7,1 Sonnenstunden am Tag. Auch die Temperaturen sind angenehm, tagsüber im Schnitt 20 Grad, nachts noch mild bei 10,5 Grad. Die Kehrseite: Wenn es im Juni regnet, dann meistens richtig. Mit durchschnittlich 81,3 Millimetern Niederschlag bei 11 Regentagen ist es der nasseste Monat des ganzen Jahres. Ein Ausweichplan gehört daher unbedingt in eure Vorbereitung, und unsere 10 Tipps für eine regnerische Hochzeit helfen euch dabei. Ein weiterer Vorteil des Juni ist, dass die Sommerferien meistens noch nicht begonnen haben, wodurch mehr Gäste tatsächlich Zeit für eure Feier haben.
Hochzeit im Juli: Sonne ab Mittag
Wir selbst haben im Juli geheiratet, und unsere Erinnerung daran passt ziemlich gut zu den Zahlen. Morgens hat es bei uns noch kräftig geregnet, ab Mittag wurde es dann ein richtig schöner, sonniger Tag. Statistisch gesehen ist der Juli der heißeste Monat im Jahr, mit einem Temperaturmaximum von 21,8 Grad und angenehm milden 12,3 Grad in der Nacht. Wie im Juni gibt es im Schnitt 7,1 Sonnenstunden am Tag, die Niederschlagsmenge sinkt auf rund 75,2 Millimeter bei 10 Regentagen. Das zeigt aber auch: Selbst in den warmen Sommermonaten kann das Wetter mal Pech haben, ein Plan B schadet also nie. Denkt bei einer Julihochzeit außerdem an die Ferienzeit und verschickt eure Einladungen oder zumindest eine Save the Date Karte rechtzeitig, damit eure Gäste sich den Termin gut freihalten können.

Hochzeit im August: heiß begehrt und schnell vergeben
Der August steht dem Juli in fast nichts nach, und genau deshalb ist er bei Brautpaaren so gefragt. Locations und Dienstleister sind hier besonders schnell ausgebucht, wartet also nicht zu lange mit der Buchung. Mit durchschnittlich 6,7 Sonnenstunden am Tag ist es zwar minimal weniger sonnig als im Juli, dafür bleiben die Temperaturen mit 21,7 Grad tagsüber und 12,2 Grad in der Nacht ähnlich warm. Auch bei der Regenmenge liegt der August mit rund 74,3 Millimetern bei 10 Regentagen fast gleichauf mit dem Vormonat, wobei einzelne Gewitter durchaus vorkommen können. Für die Hitze im Sommer empfehlen wir Fächer für eure Gäste und ausreichend kühle Getränke, damit niemand ins Schwitzen kommt. Wie ihr euren Tag bei Sonne und Wärme entspannt hinbekommt, haben wir in unseren 10 Tipps für eine Hochzeit im Sommer zusammengetragen.

Hochzeit im September: Spätsommer mit wenig Regen
Sind eure Wunschlocation oder eure Dienstleister im Hochsommer schon vergeben, lohnt sich ein Blick auf den September. Im Spätsommer wird es zwar merklich kühler, das Temperaturmaximum sinkt auf 18,3 Grad und nachts wird es mit 9,6 Grad frischer, aber immer noch angenehm. Die Sonnenstunden nehmen mit durchschnittlich 5,2 Stunden am Tag um etwa eineinhalb Stunden gegenüber dem August ab. Dafür ist der September mit im Schnitt nur 9 Regentagen und 59,8 Millimetern Niederschlag trockener als Juli und August. Für die Terminfindung ist außerdem praktisch, dass es im September, außer in Thüringen, keine Schulferien oder Feiertage gibt. Zur Deko passen jetzt schon die ersten warmen Herbsttöne.

Hochzeit im Oktober: goldene Blätter und kühle Abende
Im Oktober ist der Herbst endgültig da, und die Blätter der Bäume verfärben sich langsam in wundervolle Gold- und Rottöne. Das bringt einen ganz eigenen Charme mit sich, den viele Brautpaare bewusst für ihre Hochzeit nutzen. Wetterseitig wird es aber deutlich frischer: Das Temperaturmaximum liegt bei 13,2 Grad, nachts wird es mit 5,9 Grad schon richtig kühl, und die Sonne zeigt sich nur noch 3,7 Stunden am Tag. Mit rund 53 Millimetern Niederschlag bei 9 Regentagen ist der Oktober dafür minimal trockener als der Vormonat. Packt euch unbedingt eine warme Stola oder einen Bolero ein, und schaut euch für noch mehr Ideen gerne unseren Beitrag zum Heiraten im Herbst an.

Hochzeit im November: gemütlich statt Freiluft
Je weiter das Jahr voranschreitet, desto kälter, nasser und dunkler wird es, und der November gehört entsprechend zu den unbeliebteren Hochzeitsmonaten. Das hat einen Vorteil, denn hier sind bei Location und Dienstleistern oft die besten Rabatte drin. Das Temperaturmaximum liegt bei 7 Grad, nachts wird es mit 1,7 Grad schon ungemütlich. Bei durchschnittlich 11 Regentagen und 63,2 Millimetern Niederschlag solltet ihr auf jeden Fall einen Regenschirm griffbereit haben, und die Sonne lässt sich mit nur rund 2 Stunden am Tag selten blicken. Eine Trauung unter freiem Himmel ist im November also eher nicht zu empfehlen. Dafür könnt ihr in der Location mit vielen Lichtern und Kerzen ein unglaublich gemütliches Ambiente schaffen.

Hochzeit im Dezember: Vorweihnachtszauber
Der Dezember steht ganz im Zeichen der Vorweihnachtszeit, und ehrlich gesagt lieben wir diese Wochen im Jahr sehr, ob mit oder ohne Hochzeit. Wetterseitig gehört er mit einem Temperaturmaximum von nur 3,4 Grad und nächtlichen minus 1,3 Grad zu den kältesten Monaten. Mit durchschnittlich nur 1,4 Sonnenstunden am Tag hat er außerdem die wenigsten Sonnenstunden im ganzen Jahr, und bei etwa 11 Regentagen bleibt es ähnlich nass wie im November. Trotzdem, oder gerade deswegen, lässt sich im Dezember eine zauberhafte Hochzeit feiern, mit warmem Kerzenlicht, weihnachtlicher Dekoration und einer Stimmung, die zu keiner anderen Jahreszeit so gut passt.

Euer bester Monat zum Heiraten ist der, der zu euch passt
Nachdem wir nun alle zwölf Monate durchgegangen sind, bleibt es dabei: Den einen besten Monat zum Heiraten für alle gibt es nicht, dafür sind die Vorlieben und Prioritäten von Paar zu Paar viel zu unterschiedlich. Legt ihr Wert auf möglichst viel Sonne und warme Temperaturen, seid ihr mit Juni, Juli oder August gut beraten. Wünscht ihr euch mildes Wetter, wenig Regen und einen Termin ohne Ferienstress, ist der September unser Favorit. Wollt ihr lieber sparen und habt es nicht eilig mit der Terminfindung, bieten euch die Monate von November bis März oft mehr Auswahl bei Location und Dienstleistern. Wichtig ist am Ende vor allem, dass der Monat zu eurer Geschichte als Paar passt und dass ihr für den Fall eines Wetterumschwungs immer einen Plan B in der Tasche habt.
Sobald ihr euch für einen Monat entschieden habt, geht es an die Feinarbeit. Auch der genaue Beginn der Trauung und die passende Uhrzeit für euren großen Tag hängen eng mit der Jahreszeit zusammen, denn im Winter wird es schließlich viel früher dunkel als im Sommer. Wir wünschen euch, ganz egal für welchen Monat ihr euch am Ende entscheidet, traumhaftes Wetter und einen unvergesslichen Tag.








